Kinder- und Jugendschutz-Konzept
Präambel
Die Sportfreunde 1930 Uevekoven e.V. bekennen sich ausdrücklich zu ihrer besonderen Verantwortung gegenüber allen Kindern und Jugendlichen, die im Verein aktiv sind. Unser Ziel ist es, jungen Menschen eine sichere, förderliche und respektvolle Umgebung zu bieten, in der sie Sport treiben, soziale Erfahrungen sammeln und sich in ihrer Persönlichkeit weiterentwickeln können. Jede Form körperlicher, psychischer oder sexualisierter Gewalt sowie herabwürdigendes oder grenzverletzendes Verhalten wird im Verein konsequent abgelehnt.
Infrastruktur
Der Verein verfügt über zwei direkt nebeneinanderliegende Fußballplätze – einen Naturrasen- und einen Kunstrasenplatz. Am Naturrasenplatz befinden sich zwei Umkleidekabinen für Heim- und Gastmannschaften, das Clubhaus („Labor“), eine Schiedsrichterkabine, ein Materialraum sowie separate Sanitäranlagen für Damen und Herren. Eine überdachte Terrasse mit Sitzgelegenheiten und Getränke-Pavillon ergänzt den Bereich.
Am Kunstrasenplatz stehen ein Verkaufscontainer und zwei Materialgaragen bereit; zudem gibt es Sitzgelegenheiten, Stehtische und Sonnenschirme sowie eine überdachte Tribüne mit 60 Sitzplätzen.
Anzahl der Jugendmannschaften, Trainer, Betreuer
Derzeit betreut der Verein ca. 200 Kinder und Jugendliche im Alter von 4 bis 19 Jahren.
Sie sind in folgenden Mannschaften aktiv:
- Bambini-/G-Jugend
- F-Jugend
- E-Jugend
- D-Jugend
- C-Jugend
- B-Jugend
- A-Jugend
Insgesamt engagieren sich ca. 30 Trainerinnen, Trainer und Betreuer, davon die meisten mit gültiger Trainerlizenz.
Die Vereinsarbeit orientiert sich an grundlegenden Prinzipien des Kinder- und Jugendschutzes. Jedes Kind und jeder Jugendliche hat ein Recht auf Schutz, Würde und respektvolle Behandlung. Wir fördern ein Klima des Vertrauens, der Wertschätzung und der Diskriminierungsfreiheit. Prävention ist für uns handlungsleitend, und Kinder sowie Jugendliche werden aktiv beteiligt und ernst genommen.
Bei uns ist jeder Mensch willkommen – egal welche Hautfarbe, Herkunft, Religion oder Sprache er hat. Wir behandeln einander mit Respekt und Freundlichkeit. Rassistische Worte oder Handlungen sind bei uns nicht erlaubt. Wenn jemand ausgegrenzt, beleidigt oder unfair behandelt wird, greifen wir ein und sprechen darüber. Wir lernen, andere zu verstehen und Empathie zu zeigen. Gemeinsam setzen wir uns für Gerechtigkeit, Vielfalt und ein gutes Miteinander ein.
Zum Schutz vor physischem und psychischem Druck verpflichten sich alle Trainerinnen, Trainer und Betreuer, vollständig auf jede Form von Gewalt zu verzichten. Das Training ist so gestaltet, dass Freude am Sport, individuelle Entwicklung und Teamgeist im Mittelpunkt stehen. Kritik erfolgt ausschließlich respektvoll, sachlich und konstruktiv. Kinder und Jugendliche dürfen jederzeit ihre Belastungsgrenzen mitteilen und Pausen einfordern.
Übergriffe von Eltern, Spielerinnen oder Spielern gegenüber dem Trainer- oder Betreuerteam oder dem Schiedsrichter werden nicht geduldet und können zu Sanktionen führen, die mit der Jugendleitung abzustimmen sind.
Ein verantwortungsvoller Umgang mit Nähe und Distanz gehört zu den zentralen Leitlinien im Verein. Körperkontakt ist ausschließlich im sportlich sinnvollen Rahmen vorgesehen, etwa zur Hilfestellung bei Übungen. Persönliche Berührungen wie Umarmungen erfolgen nur auf Basis beidseitigen Einverständnisses.
Umkleiden, Duschen sowie Fahrten werden so organisiert, dass die Privatsphäre der Kinder und Jugendlichen gewahrt bleibt. Einzelgespräche oder -trainings finden grundsätzlich in einsehbaren Bereichen statt.
Foto- oder Videoaufnahmen dürfen nur mit Einwilligung der Kinder und Jugendlichen und der sorgeberechtigten Eltern erstellt oder veröffentlicht werden.
Anvertraute Sorgen oder Probleme der Kinder werden vertraulich behandelt und bei Bedarf zeitnah an die Kinderschutzbeauftragten weitergeleitet.
Persönliche Geschenke an einzelne Kinder sind zu vermeiden.
Der Schutz vor sexualisierten Übergriffen hat höchste Priorität. Jegliches sexualisierte Verhalten – verbal, nonverbal oder körperlich – ist strikt untersagt. Pornografische oder sexualisierte Inhalte dürfen in Gegenwart Minderjähriger nicht verwendet oder gezeigt werden. Grenzverletzungen jeder Art werden konsequent unterbunden und Verdachtsfälle unverzüglich gemeldet und aufgeklärt.
Cybermobbing bezeichnet das absichtliche Beleidigen, Bedrohen, Bloßstellen oder Belästigen von Kindern und Jugendlichen über digitale Medien, soziale Netzwerke, Messenger-Dienste, Online-Spiele oder andere Internetplattformen. Da digitale Kommunikation jederzeit und ortsunabhängig stattfindet und für Trainer und Eltern oft nicht einsehbar ist, wirkt Cybermobbing oft besonders belastend und kann schwerwiegende emotionale, soziale und körperliche Folgen haben.
Der Umgang mit digitalen Medien ist wichtiger Bestandteil unseres Kinder- und Jugendschutzes. Unser Anliegen ist es, unsere Spielerinnen, Spieler und Trainer vor digitalen Übergriffen zu schützen und einen sensiblen und verantwortungsbewussten Umgang vorzuleben und klare Regeln zu vermitteln.
Bei Vorfällen sorgen alle Beteiligten für vertrauliche und niederschwellige Meldemöglichkeiten und nehmen jede Meldung ernst. Trainer und Betreuer arbeiten bei Bedarf eng mit den Eltern zusammen und stellen den Schutz und die Unterstützung der betroffenen Kinder und Jugendlichen sicher.
Alle Verantwortlichen des Vereins sind verpflichtet, besondere Sorgfalt walten zu lassen. Trainerinnen, Trainer, Betreuerinnen, Betreuer und Funktionsträger legen alle drei Jahre ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis vor, das bei Aufnahme der Tätigkeit nicht älter als drei Monate sein darf. Zudem unterzeichnen sie vor Beginn ihrer Tätigkeit den vereinsinternen Verhaltenskodex zum Kinder- und Jugendschutz und nehmen regelmäßig an entsprechenden Fortbildungen teil.
Für Kinder, Jugendliche und Eltern bestehen klare Melde- und Beschwerdewege. Ansprechpartner sind die Jugendleitung sowie der Kinderschutzbeauftragte.
Meldungen können auch anonym erfolgen und werden ernst genommen. Bei begründetem Verdacht wird der Landessportbund, das Jugendamt und/oder die Polizei einbezogen.
- Zuständiges Jugendamt:
- Kreisjugendamt Heinsberg,
- Ansprechperson:
- Lina Seliger, 02452/13-514,
Lina.Seliger@kreis-heinsberg.de
Darüber hinaus stehen externe Fachstellen zur Verfügung, darunter die Beratungsstelle der Caritas in Erkelenz (02431/96840, eb-erk@caritas-hs.de) und der Verein „Zornröschen“ e.V. (02161/208886).
Aktueller Kinder- und Jugendschutzbeauftragter ist: Jürgen Rütten
Die Jugendleitung wird vertreten durch Markus Dohmen.
Zur Prävention setzt der Verein auf regelmäßige Informationsveranstaltungen für Trainer, Betreuer und Eltern, die Förderung einer Kultur der Achtsamkeit innerhalb des gesamten Vereins sowie auf Workshops für Kinder und Jugendliche. Dabei stehen Themen wie Selbstbestimmung, Grenzen setzen, respektvolles Verhalten und Zivilcourage im Fokus.
Verstöße gegen das Schutzkonzept führen zu klar geregelten Konsequenzen. Leichte Verstöße werden durch pädagogische Gespräche oder Verwarnungen behandelt. Bei Verdacht auf schwere Verstöße, insbesondere bei Gewalt oder sexualisierten Übergriffen, erfolgt eine sofortige Suspendierung. Bestätigte Verfehlungen führen zum Ausschluss aus dem Verein und können rechtliche Schritte nach sich ziehen.
Das Kinder- und Jugendschutzkonzept der Sportfreunde Uevekoven wird kontinuierlich weiterentwickelt. Es wird alle zwei Jahre überprüft und an neue Erkenntnisse, rechtliche Vorgaben und interne Erfahrungen angepasst. Rückmeldungen aus der Vereinsarbeit fließen fortlaufend in den Verbesserungsprozess ein.